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Sinti und Roma Denkmal Berlin – Ort der Ruhe mitten in der quirligen Stadt

Erst kürzlich habe ich die Gedenkstätte, genauer gesagt das Denkmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Europas am Simsonweg, bei einem Spaziergang im Großen Tiergarten entdeckt und war fasziniert von dem schönen Wasserspiel, das meine Namensvetterin Dani Karavan entworfen hat. Das im Oktober 2012 eingeweihte Mahnmal soll an den so genannten “Porajmos”, den Völkermord an bis zu 500.000 europäischen Roma während des Nationalsozialismus, erinnern.

8. April – Internationaler Tag der Sinti und Roma

Seit über 600 Jahren wird den Sinti und Roma mit Vorurteilen begegnet und bis heute werden sie insbesondere in osteuropäischen Ländern verfolgt und ermordet. Am 8. April, dem Internationalen Tag der Sinti und Roma werden in ganz Europa symbolisch Blumen an Seen, Flüssen und Meeren niedergelegt. So auch am Landwehrkanal in Berlin, denn an diesem Datum fand in London im Jahre 1971 der erste Welt Roma Kongress statt. Auf diesem Kongress einigten sich die Deligierten auf den Begriff “Roma” anstelle diskriminierender Bezeichnungen wie etwa “Zigeuner” (von “ziehenden Gaunern”), auf eine gemeinsame Flagge sowie eine eigene Hymne. 
Und wenn Sie einmal einen Ort der Ruhe, abseits der Hektik der Stadt besuchen möchten, dann schauen Sie vorbei beim Sinti und Roma Denkmal Berlin.

Sinti und Roma Denkmal Berlin
Simsonweg/Scheidemannstraße
10557 Berlin
Großer Tiergarten
zwischen Brandenburger Tor
und Reichstagsgebäude